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Form1887 erfand Emil Berliner die Schallplatte, 1904 - also vor hundert Jahren - erschien die erste doppelseitige Schallplatte, ab 1922 kam es zur Massenproduktion von Schallplatten, 1931 erschien die erste Stereoschallplatte, 1948 wurde die erste LP mit 33,3 Umdrehungen in der Minute bzw. 45 Minuten Spielzeit entwickelt und 2004 widmet sich endlich Cognac & Biskotten diesem Medium. Der (sowohl klangtechnisch als auch optisch) ästhetische Hochgenuss einer Schallplatte ist unumstritten und wird nun als Trägermedium der neuen Cognac & Biskotten - Ausgabe genützt. Als unterstützende Medien (für Menschen, die keinen Plattenspieler mehr besitzen), kommen die Plattenhülle (sprich das Inlay), die Homepage (www.cobi.at/20) und eine billigproduzierte CD-Version zum Einsatz, worauf die Texte und Beiträge auch zu finden sind. Dadurch soll kostengünstigst gewährleistet werden, dass diese Ausgabe nicht als Staubfänger verkommt, sondern als wertvolles Zeitdokument angesehen werden kann. Mit dabei auf dieser Ausgabe sind MICHAEL KÖHLMEIER und CHRISTOPH W. BAUER mit Beiträgen als Unterstützer und Förderer unbekannter AutorInnen auf der Platte. Die Nachwuchsförderung geschieht also indirekt über diese gemeinsame Veröffentlichung (bzw. diesen Auftritt) von unbekannten und bereits etablierten AutorInnen. Das 2.Halbjahr 2004 steht für Cognac & Biskotten nicht nur durch die neue Ausgabe ganz unter dem Schwerpunkt "Musik/Literatur", denn um auf diese Ausgabe zum Thema "Musik" hinzuführen, haben wir bereits im Mai/Juni 2004 auf zwei Ebenen versucht, Literatur und Musik zu verbinden, um. So standen und stehen unsere Radiosendungen auf Radio Freirad (Mai-Dezember 2004) "Cognac & Biskotten Reh Deo" unter diesem Schwerpunkt. Aber auch unsere viermal ausgetragenen Poetry Partys (Juni: Franz. Kulturinstitut, Juli: PMK-Bogen, August: Treibhaus, September: Bierstindl) haben Literatur und Musik verbunden, indem eine offene Bühne und Plattform für unbekanntere LiteratInnen (insgesamt traten 23 Lesende!!!) geschaffen wurde - untermalt vom DJ-Sound des Innsbrucker Künstlerkollektivs "saegewerk community", das übrigens gemeinsam mit Co & Bi für die optische Gestaltung der Platte sorgen wird. Die beiden Nachwuchsautoren Stefan Abermann und Martin Fritz haben diese Abende frisch und frech moderiert und selbst auch Texte gelesen. Ihr eigenes Projekt, durch das Co & Bi sie entdeckt hat, heißt übrigens "Wie krank ist das denn?" - eine schräge Leseperformance - bisher 2x in Innsbruck und 1x in Wien - wo die beiden 21-jährigen Innsbrucker Komparatistik- und Germanistik-Studiosi eigene bzw. auch fremde Texte z.B. von Peter Bichsel oder auch Dieter Bohlen lasen und bewiesen, dass Literatur ganz und gar nicht fad sein muss. Die KünstlerInnen auf der Schallplatten-Ausgabe von Cognac & Biskotten stammen überwiegend aus Tirol: Ecel, Britta Fugger, Peter Hornek, Stefan Millinger, Christine Öhlinger, Carolina Piotrowski, Thomas Schafferer, Stichprobe, Tonmeister Guggi, Martin Troger und Jörg Zemmer. Um diese Tiroler KünstlerInnen in einen internationaleren Kontext zu stellen, sind auch Beiträge von KünstlerInnen u.a. aus Bern, Luzern, Berlin, Leipzig, Hamburg, Passau bzw. Vorarlberg, Salzburg, Linz und Wien auf der Platte zu finden. |