Eine Postkarte - Was war das noch? Früher geschätzt - heute nur noch elektronisch vorhanden? Im Urlaub lästige Pflicht, mit begrenztem Inhalt (….liebe Grüße aus Soundso….), als Geburtstagsgruß auch nicht mehr "in". Oder gibt es vielleicht doch etwas, was sich über eine Postkarte noch am Besten vermitteln lässt? Auch wenn der traditionelle Postweg der längere Weg und das Warten auf eine Antwort mühsamer ist? Vielleicht kommt die Antwort nie und die gesendeten Worte bleiben unerwidert. Aber dennoch gibt es diese Worte, aufgeschrieben auf Papier, sie hinterlassen Spuren und laufen nicht Gefahr in den ewigen Weiten des Internets zu verschwinden.
Ende 1869 erschien in Österreich die weltweit erste "Correspondenzkarte" mit aufgedruckter Briefmarke, die von Prof. Dr. Emanuel Herrmann entwickelt wurde. Die Rückseite dieser Karte konnte frei beschrieben werden, womit die Postkarte auch schon geboren war und sich im Laufe der Jahre in den unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen weiterentwickelte. Die "elektronische Postkarte" oder kurz E-Card ist der letzte Ausläufer dieser Entwicklung und auf dem besten Wege die herkömmliche Postkarte mehr und mehr abzulösen.

Das Tiroler Literaturmagazin Cognac & Biskotten will mit seiner Ausgabe Nr. 23 "Die literarische Postkarte" ein Zeichen setzen. Als Huldigung der einstigen Bedeutung von Postkarten, besteht diese Ausgabe aus einer 15 einzelne Postkarten umfassenden Postkarten-Edition und beinhaltet kurze, prägnante Texte zum Thema "Kontaktaufnahmen" unter dem Motto "Botschaften & Blabla". In einer Welt, in der man in wenigen Minuten über den ganzen Globus "surfen" kann, finden wir von Co & Bi, dass man sich wieder einmal ein bisschen Zeit nehmen sollte, Postkarten zu schreiben oder wie in diesem Fall zu lesen.

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