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Thomas Schafferer
thomas (in ruhe gelassen) bernhard
las nie meine worte, ich las niemals seine
als er starb, wusste ich es nicht, wusste weiß
nicht viel, von ihm, auch nicht, heute, im
bräunerhof, wo er saß, immer, um in ruhe
gelassen sich in sich zu kehren, zu lesen
um nachzudenken, kaffee in sich fließen zu
lassen, wie ich, heute, an einem sonntag
morgen, im märz, auf dem weg nach hause
von der stadt, die ihm, mir ein graus, nicht
den idioten, die hier, her ziehen in modischen
schnickschnack, in zeitgemäßes trend
setter, tum, dumm, sich am weg der avantgarde
glaubend, mir kann das, all das, gestohlen
bleiben, habe meine sachen, hier, erledigt
pack meine koffer, kritzle noch, meine worte
wie er, auf papier, auf die flächen der
kaffeehaustische und gehe
Thomas Schafferer
mann vom land (landtmann)
so unendlich
erschöpft sitze ich
im kaffeehaus, dem
elegantesten der stadt
vor 125 jahren
und noch heute
unelegant, versifft
vor kaffee und
gugelhupf ich
wo einstmals hans
moser, gustav
mahler und jura
soyfer, wo heute ich
der mann vom land
heute im landtmann
neben burg und
rathaus, augen
körperschwer und
müde in der
sommerhitze mich
zuflüchte, um mir
zucker zuzuführen
bevor gewaltmärsche
mich weiterquälen
mich weiterbewegen
durch den stadtkontinent
bis ich endlich wieder
ruhen darf, in meiner
ameisendurchlaufenen
feuchtmodrigen kinetten
wo ich lebe, dieser tage
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