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Thomas Steiner Man muss ein Kaffeehaus auch einmal so gesehen haben: durch das Fenster, von draußen nach drinnen, in strömendem Regen ach was, was heißt da "strömender Regen", es war ein Regen wie in den Tropen, ein Regen, in dem man nur zehn Meter weit sieht, ein Regen, wie es ihn selten gibt, hier an der Donau, ein Regen, in dem Bäche die Strasse entlang fließen, als ob sie, die Strasse, ein Flussbett wäre, ein Regen, so laut, dass man sonst nichts mehr hört, dass man die Leute nicht mehr hört, die ein paar Meter weiter rufen, ein bemerkenswerter Regen also, ein solcher Regen war es, um den es hier geht so muss man ein Kaffeehaus einmal gesehen haben, von außen, wie gesagt, durch ein Fenster nach innen schauend, bis zu den Fußsohlen nass, so nass geworden in der halben Minute, die man gebraucht hat, um zu dem Kaffeehaus hinzurennen, um sich dort hinein zu retten, aber die Tür ist verstopft von Leuten, die das gleiche wollen, und daher zuerst der Blick durch das Fenster nach drinnen und dort sieht man dann das Grauen sitzen, nämlich die Gäste, die schon vorher drinnen saßen und jetzt herausschauen, die mit ihren Kuchen an ihren Tischchen sitzen und durch das Fenster hinausschauen, mit großen Augen in den Regen schauen, die sehen, dass man nicht mehr über die Strasse sieht, und die dann plötzlich mich sehen, der ich nach drinnen schaue, wie ein Gespenst anscheinend, eine Art von Gespenst im Regen; die Blicke waren maßlos entsetzt, "Bloß nicht zu uns herein!!" schrieen mich die Blicke an, und so schrecklich war der Anblick, der Anblick der Leute mit den Kuchen und den entsetzten Gesichtern, dass ich kurz erstarrte und mich dann, als ich erwachte, davon machte, nicht hinein in das Kaffeehaus, nicht hinein zu dem Grauen, sondern weg davon, wieder hinaus in den Regen, um die nächste Ecke herum und auf die Suche nach einem anderen Unterstand. |