Stefan Abermann Martin Fritz

9 Fragen an die Poetry Party - Moderatoren
Herrn Stefan ABERMANN und Herrn Martin FRITZ:

1) Rückblickend betrachtet: Welche der 4 Poetry Parties war für euch hinsichtlich eures Bierkonsums, eurer philosophischen Erkenntnisse und des Niveaus der LiteratInnen die Erfolgreichste?

Stefan: Ich votiere für den Abend in der PMK. Gute Stimmung, nette Musik, Malte in Hochform und ein Bierpreis, der seinesgleichen sucht.
Martin: War auch mein Lieblingsabend in allen Kategorien, speziell das Publikum war da am freundlichsten, und die Sause im Anschluss an die Lesung im engeren Sinn war auch sehr schön und ist Ursprung zahlreicher, blumiger Mythen.

2) Gab es für euch einen roten Faden, der sich durch alle Poetry Parties zog (abgesehen von der schon bekannten inhaltlichen Verknüpfung: Rosen-Liebe-Hitze-Einsamkeit)?

Stefan: Wenn es ihn gab, wäre er mir nicht aufgefallen. Schließlich mussten wir uns ja auch die andere Verknüpfungslinie nur ausdenken, weil man uns unter Androhung körperlicher Gewalt gezwungen hat Nachberichte zu jeder der Veranstaltungen zu verfassen.
Martin: Ich finde ja überhaupt, sobald sich bei irgendwas irgendwie irgendeine Kontinuität entdecken lässt, sollte man es soundso lassen, das kann nur mehr langweilig werden. Insofern war es nur gut, dass es jedes Mal wieder ganz anders war.

3) Welcher Backstagebereich gefiel euch nun wirklich am Besten?

Stefan: Eindeutig der Treibhausturm, schon allein wegen des Balkons, auf den man vor den enervierenden Groupies flüchten konnte.
Martin Ich mochte auch den Garten des französischen Kulturinstituts ganz gern, aber der Treibhausturm ist natürlich nicht zu schlagen.

4) Stimmt das Gerücht, dass die Zeichnung der LiteratInnen der Poetry Pary Nr. 2 bei EBay um 2 Euro und 90 Cent versteigert wurde?

Stefan: Nein, es war noch billiger.

5) Da aufgrund der vorgerückten Stunde, eine nähere Erläuterung des höchst psychologischen Aphorismus, entstanden aus dem Zettelspiel mit den AutorInnen (siehe Poetry Party Nr.3), unter den Tisch fiel: Könnt ihr in ein 2, 3 Sätzen eine Interpretation wagen?

Martin: Man würde dem Gesamtkunstwerk wohl nicht gerecht, wenn man es auf 2, 3 Sätze reduzieren würde. Jedenfalls lässt sich mit Sicherheit sagen, dass die Lesenden zu großen Teilen nicht in der Lage oder willens waren, das von ihnen geforderte Satzglied beizusteuern.
Stefan: Das mit den Satzgliedern schieben wir natürlich auf Elisabeth "Özzy" Gehrer und ihren Freund den Turm von Pisa.

6) Wärt ihr bereit bei der Poetry Revival Party in 20 Jahren wieder als Moderatoren zu fungieren?

Martin: Ich mag ja alles, was irgendwie alt und verstaubt ist, also sehr gerne.
Stefan: Ich will mit 25 sterben. Fragt meine Kinder.

7) Zwei Geschmacksfragen: Dj Guggi oder Dj Maurmixa? Cognac oder Biskotten?

Stefan: Zwei Antworten: Roland rules und weder, noch.
Martin Für mich zweimal sowohl als auch. Wobei im zweiten Fall das eine das andere erst erträglich macht, während im ersten Fall beides zugleich wohl nicht erträglich wäre.

8) Wie krank seid ihr wirklich?

Martin: Das schwankt je nach Entwicklung von neuen Antibiotika und der Resistentwerdung von Krankheitserregern dagegen.

9) Wo habt ihr euch kennengelernt? (bitte ernsthaft beantworten! ;)))

Martin: Stefan ist mir im Spätherbst 1983 auf der Suche nach einem Autographen von Jack Kerouac im Keller der Unibibliothek von Memphis, Tennessee das erste Mal begegnet. Das nächste Mal haben wir uns in NewYork bei J.D. Salinger zum Kaffee getroffen und dann haben wir unsere Seelen gemeinsam an den Teufel Rock'n'Roll verkauft, der Rest ist Geschichte.

Das Interview führte Daniel Furxer