NACHBERICHT

Co & Bi Poetry Party Nr.4 - 18. September 2004 - Bierstindl
feat. Wie krank ist das denn? - Stefan Abermann (Moderation), saegewerk soundsystem - Der Maurmixa (Sound)

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Poetry Party Nr. 4 im Kulturgasthaus Bierstindl in Innsbruck
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besser gesagt im pumpvollen, herrlichen Gastgarten des Hauses, das heute seinen 11. Geburtstag im Rahmen eines Tages der offenen Türe zelebrierte...
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Der Maurmixa sorgte für die gemütliche Samstagnachmittag-Soundmischung...
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Charmebolzen Stefan Abermann moderierte heute einsam und alleine, denn sein Gefährte Martin Fritz urlaubte und das Publikum war auch (zumindest geistig) nicht immer anwesend...
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Auch die Lesenden hatten es nicht immer leicht mit dem ständigen Kommen und Gehen - Opener Co & Bi - Gründervater Thomas Schafferer kämpfte hart mit dem Ambiente...
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Mundartig versuchte es Captain Kirk-Double Herwig Schnell...
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Selbst Hinweisschilder machten es - auch Güle G. Lerch, dem 3. Lesenden - nicht leichter...
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Doch Gastro-Boss Ferdl Treffner (links) jubilierte und gratulierte samt Kompagnon (rechts) dem Tiroler Literaturmagazin Cognac & Biskotten zum 6. Geburtstag, der heute auch gefeiert wurde
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und spendierte eine unglaublich leckere Malakoff-Torte aus Weinbrand und Biskotterln..
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Roland "Der Maurmixa" versteckte sich hinter Heiligengemälden, Reggaebeats oder Countryrhythmen...
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Die Menschheit saß herum, lauschte, soff, futterte oder stöberte im Co&Bi-Austrokoffer (rechts im Bild)...
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Der Abermann modzerierte und ließ das Nibelungenlied auf Mittelhochdeutsch deklamieren
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bis sich unter Co & Bi - Altrocker Daniel Furxer und den bereitgestellten Energiedrinks bzw. -riegeln (sprich Cognac und Biskotten) die Balken bogen...
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Dann zog Internationalität ein, als UNSER Malte - Malte Borsdorf aus BRD-Land zu lesen begann...
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Später zog Obszönität ein, als Moderationsboy Stefan Abermann - das Publikum fünfzehn Stunden lang (oder so) "Arschloch" krächzen ließ...
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Reifer, gelassener und william shatnernd - Herwig Schnell (vergl. www.williamshatner.com)...
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Es waren zwar auch Kinder im Publikum, dennoch ging es derb weiter, denn Co & Bi - Scheffe Thomas Schafferer pries seine Penis-Sekrete an
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die passende Handbewegung dazu lieferte Welle1-Kultmoderator Alex Kometer, dem das dennoch alles scheinbar Wurst war
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so wie dem Großteil der Anwesenden, die wie aufgescheuchte Hühner herumrannten, gackerten, den aufgebauten Flohmarkten stürmten oder in gelbem Hemd mit roter Krawatte herumstanden...
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Zum Abschluss der letzten Poetry Party ergriffen dann noch die Protagonisten dieser sommerlichen Reihe in Innsbruck die zeitweilige Aufmerksamkeit, um dem Publikum und den Lesenden zu danken und sich zu verabschieden
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zu den abschwellenden Walzerklängen des "saegewerk soundsystems"...
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Gerührt standen "Wie krank ist das denn?"-Abermann, "Cognac & Biskotten"-Schafferer und "saegewerk community"-Maurmair auf den Brettern, die ihnen diesen Sommer Poetry Party bedeuteten
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während die Dämmerung über den Bierstindl-Gastgarten zog und den Poetry Party-Sommer ein für allemal beendete...
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Und ganz ganz am Ende stießen zwei Supernasen bzw. alte Co & Bi -Hasen namens Schafferer und Furxer auf die gelungenen Cognac & Biskotten Poetry Partys an und brüllten zum Abschied kreischend "Seeervuuus"!

Lesen gegen die Einsamkeit - Die 4. bzw. letzte Co & Bi - Poetry Party im Innsbrucker Bierstindl

Die ersten drei Cognac & Biskotten Poetry Partys hatten eine angenehme Themensukzession hergestellt und auch die letzte - Party Nr. 4 reihte sich ein. Nach Rosen, Liebe und der Hitze als natürliche Folge der ersten beiden, fehlte für die vierte und letzte Auflage nur noch eines: Die Einsamkeit.

Leider arbeitete das Motto im Nebenjob als schlechtes Omen: Party am Nachmittag (unmöglich), viele Gäste, die allerdings nicht wegen der Lesungen, sondern wegen des schönen Wetters im Bierstindl-Gastgarten (und wegen des 11. Geburtstag des Hauses) saßen sowie, um das Bündel widriger Umstände zu komplettieren, auch noch kein Martin Fritz als Ko-Moderator. Einsamkeit galore, also.

Dementsprechend hart war auch das Los, das die Lesenden zu tragen hatten. Denn auch die Moderation hatte den Lesenden ein Ei gelegt. Jeder einzelne hatte eine Strophe aus dem Nibelungenlied vorzutragen - auf Mittelhochdeutsch, versteht sich.

Dieser Tortur unterzogen sich: Thomas Schafferer, Herwig Schnell, Güle G. Lerch, Daniel Furxer, Malte Borsdorf (der mit seiner Interpretation des Nibelungenliedes eindeutig das Highlight der Veranstaltung lieferte) und meine Wenigkeit. Sie alle litten unter der Einsamkeit, denn die Bretter, die die Welt bedeuten sind hart und die Luft auf Bühnenhöhe ist dünn.

Das einzige Trostpflaster war die Torte zum 6. Geburtstag von Co & Bi aus Weinbrand und Biskotten, von der sich jeder Lesende ein Scheiblein abschneiden durfte, um doch noch etwas Süße in den Nachmittag einzuimpfen. Na dann: Alles Gute.

Nachbericht von Stefan Abermann
für "Wie krank ist das denn?"