Cobi Poetry Slam Nr. 3

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Am 28. Februar ging der 3. Innsbrucker Poetry Slam (der von Cobi veranstaltet wurde) und zugleich erste Slam im Jahr 2003 über die Studio-Bühne des Innsbrucker Traditions- und Kulturgasthauses Bierstindl. Acht SlammerInnen und zig ZuschauerInnen füllten das schwarze Loch des Studios und brachten es im Zusammenspiel mit Moderator Markus Köhle zum Köcheln.

DIE VORRUNDE

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Die Vorrunde als erste Slammer eröffnete das Kultduo Gina + Flo, das bereits zum dritten Mal mit von der Partie war und in ihrer Doppelkonference Assoziationsketten von Georg Büchner bis Starmania spannten.

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Danach rockte Turmbund-Autor Güle G. Lerch als literarischer Fernsehsprecher mit subtilen Gags von Taliban bis Bush-Feuern the House.

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Zum ersten Mal dabei war Mr.Phost - alias Franz Unger, der todernst mit ausufernder Mimik und Gestik vom Bahnhofsabfahren bis BlättervomBaumfallen erzählte und sang.

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Auch der, den Cobi-Fans nicht unbekannte, Südtiroler Mädchenschwarm Lukas Kerschbamer war zum ersten Mal als Slammer dabei und monologisierte in einem einseitigen Dialog, daß da einer weg mussund nur mehr über maskuline Frauen spricht.

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Der ewige Looser früherer (nicht von Cobi veranstalteter) Slams bzw. Cobi-Urgestein Daniel Furxer schilderte anschließend in seinem Innsbruck-6Jahres-Rückblick sein Leben unter der Unibrücke und den Nebenjob beim Hypobank-Überfall.

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Marion Sokol, auch zum allerersten Mal beim Slam, servierte filigrane, melancholische Texte, die sich thematisch vom Tag Montag bis zum Turmbau zu Babel spreizten.

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Elias. T. Baum - alias Bernd Schuchter präsentierte sich zum Abschluß der Vorrunde als glühender Cobi-Anhänger indem er sein Cobi-Shirt entblöste und dann voller Pathos von merkwürdiger Hellsichtigkeit und dem Spiegelbild an einem Grab reflektierte.

DAS FINALE
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Vor und nach den Darbietungen tobte und klatschte das Publikum und stimmte dadurch über das Weiterkommen der Slammer in die Finalrunde ab.

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Güle G. Lerch, Lukas Kerschbamer, Daniel Furxer und Marion Sokol schafften den Aufstieg, doch bevor es weiterging deejayte Djane Artemiss noch ein bisserl.

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Dann ging's aber wieder voll ab als Güle G. Lerch von Schuhplattln bis Milosevic weiter absurd fernsehmoderierte.

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Abermals ernsthaft, aber auch wortspielerisch las Marion Sokol danach von Themen wie Eifersucht und griechischer Mythologie.

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Lukas Kerschbamer liest in seinem Finalrundenbeitrag viel weg und setzte dafür was anderes ein, als er über Kopulation und Sommerliebe philosophierte.

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Zuguterletzt zitierte Xsiberger Daniel Furxer als Franz Zappa-Reh-Inkarnation im vorarlberger Dialekt aus seinen strenggeheimen Tagebüchern.

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Dann hatte das Publikum mittels Applaus und Moderator Markus Köhle mittels Rechenstift und absolutem Gehör über das Endresultat dieses dritten Innsbrucker Slams zu entscheiden.

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Wenige Stunden später war die Sensation perfekt - ein vermeintlicher No Name hatte diesen Slam für sich entschieden: Marion Sokol - besser bekannt als Frau Sokol aus dem Fernseh-Stegreifspiel "Die liebe Familie" - ging als Überraschungssiegerin inkl. Preis (Cognac + Ausgabe Nr.016) + Preisgeld von der Bühne...

COBI POETRY SLAM NR. 3 - Das Endresultat
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1. Marion Sokol
2. Daniel Furxer
3. Güle G. Lerch

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